Tipps zum Kauf einer Kindergitarre

Was sollten Sie beim Kauf einer Gitarre für Ihr Kind beachten? Hier sind die wichtigen Fragen – und die Antworten darauf:

Welche Gitarre soll ich meinem Kind kaufen? Und wo soll ich sie kaufen, im Internet oder im Gitarrenladen?

Kindergitarre-Vater-Sohn

Wie wäre es mit einem kleinen Gitarren-Duett?

Erst einmal zu der zweiten Frage:
Normalerweise rate ich beim Gitarrenkauf immer zu einem Gang in den Musikladen. Es ist einfach sinnvoll, verschiedene Gitarren auszuprobieren, und zu schauen, welche einem am besten liegt. Bei Kindergitarren verhält es sich etwas anders.
Zum einen haben die Musikläden meist nur eine sehr begrenzte Auswahl an Kindermodellen vorrätig. Sie werden einfach nicht so häufig gekauft, wie die Erwachsenenmodelle der erwachsenen Käuferschicht.
Zum Anderen ist es so, dass das Kind ja noch überhaupt nicht sagen kann, ob eine Gitarre gut in der Hand liegt, oder nicht. Hier gelten also ganz andere Kriterien.
Viel wichtiger ist es, dass man nach einigen Tagen, wenn man bemerkt hat, dass das Kind doch so gar kein Interesse an dem Instrument hat, die Gitarre wieder zurückgeben kann. Und dies kann man bei einer Bestellung im Internet. Bei Kindergitarren rate ich also tatsächlich zu einer Online-Bestellung bei einem der renommierten Online Händler wie z.B. Amazon. (Ja, die führen mittlerweile auch Gitarren. Und sogar ziemlich gute! :-))

Welche Gitarre soll man denn nun konkret kaufen.

Über die verschiedenen Modelle und Gitarrentypen haben wir ja schon auf anderen Seiten gesprochen. (Nämlich hier und hier.) Dort habe ich auch schon einige Links zu guten Modellen hinterlegt.
Bei den von mir empfohlenen Gitarren mit Nylonsaiten möchte ich noch etwas genauer werden bei der Empfehlung.
Es fällt auf, dass es in diesem Bereich sehr viele extrem günstige Gitarren zu kaufen gibt. Die liegen dann irgendwo zwischen 29,95 und 79,95 €. Hier sollte man sehr vorsichtig sein, und lieber nicht zuschlagen. Auch, wenn hier teilweise die Fotos bei den Versandhändlern sehr nette Designs offenbaren, die Kinder auch wirklich ansprechen.
Die Verarbeitungsqualität in dieser Preisklasse ist aber unter aller Kanone. Häufig hat man den Fall, dass sich der Lack ablöst, ich habe mal einen Fall gesehen, da hat sich sogar der Kleber des Gitarrenstegs gelöst. Dann ist häufig der Hals zu stark verbogen (… eine leichte Biegung ist korrekt). Und in 90% der Fälle ist die Saitenlage bei diesen Gitarren viel zu hoch, um ein entspanntes Spielen zu ermöglichen. Diese Instrumente sind also wirklich eher als Spielzeug zu sehen, aber nicht als Einsteigerinstrumente, die einem Kind den Spaß am Instrument erhalten.

Bei einer Kindergitarre sollte man mindestens 100,- €, eher ab 150,- € investieren. Das ist ein extrem günstiger Preis (… meine aktuelle „normale“ Akkustikgitarre lag bei 1300,- €, und das ist durchaus noch Mittelfeld). Aber bei einer Kindergitarre bekommt man in dieser Preiskategorie schon durchaus eine Qualität, die Spaß beim Spiel erlaubt. Der Klang ist auch angemessen gut – und wenn das Kind dann irgendwann eine Größe erreicht hat, dass eine normal große Gitarre passt, dann kann man ja über ein Instrument in einer höheren Preisklasse nachdenken.

Der Ein oder Andere mag sich wundern, warum es sich bei Kinderinstrumenten um 150,- € immer noch um ein Instrument der unteren Preiskategorie handelt.  Aber man muss sich vor Augen führen, dass der Bau eines 1/2 Instrumentes natürlich nicht automatisch eine Halbierung des Preises bedeutet. Für einen Gitarrenbauer ist der Aufwand beim Bau der Gitarre ja praktisch die gleiche. Nur, dass er halt etwas kleinere Holzstücke und Bauteile verwendet. Aber sie zusammenzusetzen dauert nicht weniger lange.

Aber bei einem ersten Instrument für Ihr Kind ist es völlig ausreichend, wenn der Klang und die Bespielbarkeit so gut sind, dass Spielfreude aufkommt, und Ihr Kind Spaß an dem Instrument hat. Und das ist eben ab ca. 100,- € gegeben.

Hier sind also nun einige Instrumente, und die ich durchaus empfehlen kann.
(Tipps zum notwendigen Zubehör gibt es hier.)

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